Hilfsprojekt Waisenhaus Kigoma/Tanzania e.V.

 

Das Kigoma Waisenhaus

Das Kigoma Waisenhaus und Kinderzentrum wurde am 10. April 2018 unter dem Namen “Kigoma Orphanage & Childrens Center“ von der Stadtverwaltung Kigoma offiziell registriert. Trotz dieser Anerkennung erhält das Waisenhaus keinerlei staatliche Unterstützung, d.h., es muss sich komplett selbst finanzieren. Aktuell werden 57 Jungen und Mädchen zwischen vier und vierzehn Jahren betreut.

Gruppenbild der Kinder mit Leiter Felix











Wenn man sich mit den einzelnen Kindern beschäftigt, ist man erschüttert, welches Schicksal sie in ihrem jungen Leben bereits erfahren mussten. Die meisten von ihnen wurden ausgesetzt, oft als hilflose Kleinkinder. So weit es zu erfahren war, verloren viele ihre Eltern durch HIV-Erkrankungen oder Alkoholmissbrauch – sie mussten Schläge und Hunger erdulden. Im Kigoma Waisenhaus haben sie nun ein gesichertes Umfeld und werden von Leiter Felix, Lehrer Assisa und Köchin Koleta liebevoll umsorgt.

Leiter Felix, Lehrer Assisa und Köchin Koleta


Einfachste Verhältnisse

Das Waisenhaus befindet sich in einem baufälligen Lehmziegelhaus, das über zwei beengten Schlafräume verfügt, einer für die Erwachsenen und einer für insgesamt 28 Kinder – die restlichen Kinder müssen bei Fremdfamilien übernachten und kehren morgens zur ersten Mahlzeit zurück. Einer der Räume wird tagsüber auch als Unterrichtsraum genutzt. Lediglich einige der älteren Kinder besuchen eine lokale Grundschule.

Schul- und Schlafraum des Waisenhauses










Es existiert weder ein Strom- noch ein Wasseranschluss und die sanitären Verhältnisse sind sehr beklagenswert – Dusche und WC sind „Verschläge“ mit Plastik-Vorhängen. 

Sanitäre Anlagen des Waisenhauses









Dazu gibt es eine „Erdküche“ in der Köchin Koleta alle Mahlzeiten zubereitet; außer einem mit (teurem) Feuerholz betriebenen Erdofen steht ihr seit kurzem zusätzlich auch ein kleiner gasbetriebener Kocher zur Verfügung.

Köchin Koleta beim Kochen













Der Neubau als Ziel

Alles in allem ist die Realisierung eines Neubaus das vordringlichste Vorhaben unseres Hilfsvereins. Aus früheren Zeiten existiert noch eine Bauruine – ein Projekt, das begonnen und dann wegen fehlender Mittel wieder abgebrochen wurde. Hier muss ein völlig neues Konzept her – mit einem Bauplan angepasst an die jetzigen Bedingungen. 

Alte Bauruine